Hoverboard Robway W1 im Test

Robway W1
Modell: Robway W1
4.7
1,3
sehr gut
Inhaltsverzeichnis

Das Robway W1 ähnelt auf den ersten Blick vielen anderen Hoverboards, die aktuell auf dem Markt sind. Und tatsächlich werden wohl viele dieser Boards in der gleichen Fabrik gefertigt. Trotzdem lohnt es sich, bei dem W1 etwas genauer hinzuschauen. Denn es gibt kleine aber feine Details, die dafür sprechen, sich für das Board von Robway zu entscheiden. Welche das sind erfährst du im folgenden Test-Bericht. Lies weiter!

Verpackung, Unboxing und Lieferumfang

Das W1 wurde uns in einem braunen Pappkarton angeliefert. Dieser trägt einzig die Beschriftung „Robway Hoverboard“ und ist ansonsten ziemlich nichts-sagend. Wir waren fast schon ein bisschen enttäuscht. Aber dann öffneten wir den Pappkarton und entdeckten die richtige Produktverpackung:

Robway W1 Karton

Ein in Hochglanz und Farbe bedruckter Karton, der das W1 zeigt. In Form von Logos und Emblemen stechen einem direkt die wichtigsten Merkmale wie z.B. Bluetooth-Anbindung oder Samsung-Akku ins Auge. Alles in allem wirkt die Verpackung ziemlich hochwertig.

Öffnet man diesen Karton, dann trifft man zunächst auf die im Lieferumfang enthaltenen Teile:

Zuerst fiel uns da die Gebrauchsanleitung ins Auge. Diese ist ebenfalls in Hochglanz und Farbe gedruckt. Sie ist in deutsch geschrieben, was super ist für alle, die der englischen Sprache nicht so mächtig sind. Andere Hersteller sparen hier und liefern ihre Boards ausschließlich mit englischer Anleitung aus.

Beim Hoverboard Robway W1 ist außerdem direkt eine Tasche mit dabei. Das ist nicht selbstverständlich. Bei anderen Herstellern wie beispielsweise bei den Boards von Cat Berlin muss die Tasche separat und gegen Aufpreis dazu gekauft werden.

Robway W1 Tasche

Im Lieferumfang ist außerdem eine Fernbedienung enthalten, wobei wir bei dieser nach etwas Ausprobieren sagen müssen, dass sie zwar eine nette Spielerei ist, aber ansonsten keinerlei Nutzen mit sich bringt. Warum das so ist erklären wir dir in diesem Abschnitt genauer.

Zum Wiederaufladen des Akkus ist natürlich noch ein Ladegerät dabei. Allerdings kam das W1 vorbildlicherweise mit einem vollen Akku bei uns an. Die Betonung liegt hier auf „voll“. Denn so brauchten wir das Board nur kurz auspacken und konnten direkt loslegen.

Um fahren zu können, muss man das Robway zunächst mal anschalten. Das macht man über den kleinen runden An-/Aus-Knopf der sich direkt neben der Ladebuchse befindet.

Robway W1 An/Aus-Knopf

Beim ersten Mal Anschalten haben wir uns direkt etwas erschreckt. Das Anschalt-Signal ist super laut und könnte definitiv den Zimmernachbarn wecken, wenn man nachts nochmal ne Runde im eigenen Zimmer drehen möchte. Leider kann man die Lautstärke des Signals nicht verringern, wie die Gebrauchsanleitung verrät.

Fahrverhalten

Nachdem man sich von dem Hörsturz erholt hat, kann man dann losfahren. Das Fahrverhalten ist im Großen und Ganzen so wie wir es von einem guten Hoverboard erwarten. Das Board lässt sich intuitiv fahren und reagierte direkt auf unsere Bewegungen. Ein paar Dinge sind uns beim testen aufgefallen:

Erreichen der Höchst­ge­schwin­dig­keit: Wenn das Board die Höchst­ge­schwin­dig­keit erreicht, dann fängt es an zu piepen und zu bremsen. Das macht es, indem es stärker beschleunigt als normal und sich so vor den Fahrer bringt. Der Fahrer gerät in Rückenlage und bremst dadurch. Gleichzeitig fühlt sich das Ganze so an, als würden sich die Trittbretter mehr nach hinten neigen bzw. der Druckpunkt zum Beschleunigen viel weiter vorn liegen, was letztendlich auch dazu führt, dass man als Fahrer mehr nach hinten geneigt steht und das Board bremst.

Irgendwie hat uns dieses Verhalten etwas gestört. Denn wenn man etwas geübt ist erreicht man eigentlich ständig die Höchstgeschwindigkeit und dann ist es ein ständiges Abbremsen und Beschleunigen. Nichts desto trotz handelt es sich dabei wohl um einen Sicherheitsmechanismus. Deswegen legen wir das an dieser Stelle weder positiv noch negativ aus. Der gleiche Bremseffekt tritt übrigens auch beim Bergabfahren auf und wenn der Akku nur noch 1% Ladung hat.

Exaktes Geradeausfharen: Wenn man aus einer Kurve kommt und wieder geradeaus fahren möchte, dann schaltet das Board ab einem bestimmten Punkt beide Motoren auf die gleiche Geschwindigkeit, so dass man wirklich exakt geradeaus fährt. Umgekehrt muss man sich etwas stärker in die Kurve legen, damit das Board die exakte Geradeausfahrt wieder verlässt und eine Kurve übergeht.

Dieser Effekt ist uns beim langsamen Fahren etwas störend aufgefallen, weil es sich so anfühlt, als wenn das Board nicht sofort reagiert. Bei höheren Geschwindigkeiten ermöglicht er aber stabilere Geradeausfahrten und verhindert, dass das Board anfängt zu schlingern. Da uns die Sicherheit beim schnellen Fahren wichtiger ist, legen wir diese Eigenschaft positiv aus. Daumen hoch!

Die Features

Beim Fahren und Herunterschauen auf das Board sind uns sofort die LEDs über den Radkästen aufgefallen. Neben den Standard-LEDs unterhalb der Trittflächen, die so ziemlich jedes Board hat sind die LEDs über den Radkästen ein zusätzliches Gimmik, mit dem das W1 auftrumpfen kann. Sobald man auf die Trittflächen steigt, fangen diese an, zu leuchten und wie wild zu blinken und die Farben zu wechseln. Das sieht ziemlich cool aus und trägt auf jeden Fall dazu bei, im Dunklen besser gesehen zu werden.

Damit ihr euch einen Eindruck machen könnt, haben wir mal ein kleines animiertes GIF gebaut:

Robway W1 LEDs

Ein weiteres Feature ist die Bluetooth-Anbindung. Gut, die gehört mittlerweile schon fast zum Standard-Repertoire bei vielen Hoverboards. Dank ihr kann man sein Smartphone oder Tablet mit dem Board koppeln und während der Fahrt über die integrierten Lautsprecher seine favorite Songs hören oder während man im Park sitzt das Hoverboard als Ghetto Blaster missbrauchen.

Beim Robway geht mit der Bluetooth-Schnittstelle aber noch mehr. Denn es gibt seit kurzem die neue Robway-App sowohl für Android als auch für iOS. Mit dieser kann man z.B. die aktuelle Geschwindigkeit oder Akku-Ladung abrufen und man soll sogar Einstellungen an dem Board vornehmen können, wie beispielsweise die maximale Höchstgeschwindigkeit oder die Empfindlichkeit des Boards. Ob das alles so funktioniert, besprechen wir in diesem separaten Abschnitt über die Robway App.

Robway W1 in der Praxis

Das Robway W1 macht wirklich Spaß! Wie gesagt, es reagiert super direkt und nimmt die Bewegungen des Fahrers ganz natürlich an und setzt diese um. Allerdings kann man bei soviel Spaß schnell mal die Zeit vergessen.

Gott sei Dank gibt es da das Display inmitten der beiden Plattformen, das einen darüber informiert, wenn der Akku anfängt, leer zu gehen. Dann fängt das leuchtende Akku-Symbol an zu blinken. Auf der anderen Seite des Displays befindet sich das Robway-Logo. Es fängt an zu leuchten, sobald man auf das Board steigt und es in den Fahrmodus versetzt.

Robway W1 Display

Die Akku-Anzeige fängt an zu blinken, wenn der Akku noch 4% Ladung hat; Sie wird rot und fängt an zu piepen, wenn der Akku nur noch 1% Prozent Ladung hat.

Nachdem die Anzeige rot wurde konnten wir auf dem Hoverboard noch über 20 Minuten fahren. Das würden wir allerdings keinem empfehlen, denn nach 20 Minuten merkten wir bereits deutlich, dass die Motoren nicht mehr so beschleunigen konnten, wie mit vollem Akku.

Das macht sich besonders dann bemerkbar wenn man sich stark nach vorn lehnt und die Motoren diese Gewichtsverlagerung durch Beschleunigung nicht mehr ausgleichen können. Dann macht man ratz fatz nen Abflug, was uns auch zweimal passiert ist. Deswegen empfehlen wir, denn Akku sofort zu laden, sobald sich das Symbol rot färbt.

Eigentlich wollte wir noch testen, was bei vollständiger Entladung des Akkus passiert. Wir haben dann aber nach ca. 25 Minuten abgebrochen, weil es uns wirklich zu gefährlich wurde. Wir vermuten, dass das Board bei weiterer Akku-Entladung irgendwann einfach aus gegangen wäre, ist es doch trotz roter Leuchte und Piepen immer weiter gefahren und hat sich „gequält“.

Auch hatten wir das Gefühl, dass das Board, nachdem das Akku-Symbol rot geworden ist, in einen anderen Fahrmodus gewechselt ist, der den Fahrer bremsen soll. Es war jedenfalls wesentlich schwieriger zu beschleunigen und das Board hat immer wieder versucht, sich vor den Fahrer zu bringen, so dass man in Rückenlage gerät und wieder abbremst.

Der anschließende Ladevorgang hat übrigens weniger als zwei Stunden gedauert bis das rote Lämpchen am Ladegerät auf grün umsprang und die vollständige Ladung des Akkus signalisierte. Da stimmt also die Hersteller-Angabe mehr als gut mit der Realität überein.

Design

Wir haben das Robway in dem weiß-bunten Design bekommen, das wir wirklich sehr cool finden. Was die ganzen andere Designs und Farben angeht, finden wir, macht es keinen Sinn, diese jetzt alle hier aufzuzählen. Das muss man einfach sehen. Daher schaut am besten mal im Miweba-Shop vorbei, wo man das Robway W1 kaufen kann.

Robway W1 weiß-bunt

Wobei ein Design, dass uns besonders gut gefällt, möchten wir an dieser Stelle noch einmal hervorheben, einfach, weil es ein echter Hingucker ist und um diesen Blog-Post zu verschönern. Und zwar handelt es sich dabei um die Graffiti-Version:

Robway W1 Graffiti

Ansonsten können wir noch sagen, dass es seit neuestem die Robway-Boards auch in matten Farbtönen und in Chrome-Farben gibt.

Zu den Chrome-Farben noch eine lustige Info, die wir der Beschreibung entnommen haben: Und zwar können die Chrome-Farben dazu führen, dass die Fernbedienung nicht so richtig funktioniert, da die Chrome-Lackierung die Fernbedienungs-Signale reflektiert. Die Fernbedienung ist in unseren Augen aber eh nur eine lustige Spielerei. Daher sollte das nicht so ins Gewicht fallen und ihr könnt ruhig ein Modell in Chrome-Farben kaufen.

Was uns auch noch aufgefallen ist, ist, das bei der neuesten Version des W1 das Robway-Logo inmitten der Felgen eingraviert ist. Außerdem befindet sich der Robway Schriftzug auf den Trittbrettern. Das sieht ziemlich cool, hochwertig und nach einem echten Marken-Hoverboard aus.

Robway W1 Felge
Robway W1 Trittbrett

Sicherheit und Akku

A propos Akku, das ist bei Hoverboards ja ein bekanntes Problem. Bei dem W1 muss man sich allerdings keine Sorgen machen. Die Miweba GmbH, zu der die Marke Robway gehört, hat alles dafür getan, damit der Akku und auch das Ladegerät sicher sind.

Bei dem Akku handelt es sich um einen hochwertigen Samsung-Akku. Das Ladegerät wurde vom TüV-Rheinland zertifiziert. Das Board besitzt außerdem die CE-Zertifizierung, was soviel bedeutet, dass das Board alle Sicherheitsrichtlinien der Europäischen Union erfüllt, die es benötigt, um auf dem europäischen Markt zugelassen zu werden. Die Robway-Boards sind außerdem eine der wenigen Boards, die das UL2272-Zertifikat besitzen.

Samsung Akku HoverboardFoto: actionbikes.deHoverboard Zertifikat UL2272Foto: Underwriters Laboratory

Schon wegen des Samsung-Akkus würden wir das Hoverboard Robway W1 anderen Boards vorziehen. Es gibt nämlich auch Boards, die ebenfalls TüV-zertifiziert sind aber keinen Samsung- sondern einen No-Name-Akku besitzen. Die Boards, die von Lesara vertrieben werden gehören zum Beispiel dazu.

Das Problem mit einem No-Name-Akku ist, dass der TüV ja nur ein Examplar davon untersucht hat und niemand kann sagen, wie groß die Qualitätschwankungen bei einem unbekannten Hersteller sind. Wer weiß ob da dann nicht doch mal so ein Montags-Modell dabei ist, das nicht ganz koscher ist.

Bei einem namenhaften großen Konzern wie Samsung kann man hingegen davon ausgehen, dass diese ausreichend viele Qualitätskontrollen durchführen und so eine gleichbleibende Qualität garantieren. Übrigens besitzt der Samsung-Akku selbst und von sich aus schon das CE-Zertifikat.

Man muss sagen, dass Miweba alles getan hat, um eine höchstmögliche Sicherheit ihrer Robway-Boards zu gewährleisten. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, kann ja mal auf der Produktseite im Miweba-Shop vorbei schauen. Dort sind unten in der Produktbeschreibung alle Zertifikate abgebildet.

Robway W1 kaufen bei Miweba

Wo wir gerade bei Miweba sind: Wie schon erwähnt gehört Robway zu Miweba. Miweba ist ein deutsches Unternehmen, die die Robway-Boards exklusiv in ihrem Shop vertreiben. Das bringt mehrere Vorteile mit sich:

Zunächst mal erfolgt der Versand von Deutschland aus. Das hat den Vorteil, dass das Board nicht vom Ausland nach Deutschland importiert werden muss. Denn sonst würde es beim Zoll an der Grenze hängen bleiben und man dürfte eine paar satte Zollgebühren oben drauf zahlen.

Außerdem hat man eine relativ kurze Lieferzeit von 2-3 Werktagen innerhalb Deutschlands während eine Lieferung aus dem Ausland im schlimmsten Fall manchmal bis zu mehrere Wochen dauern kann.

Bei Miweba bekommt man eine zweijährige Gewährleistung auf das Board. Bestellt man hingegen im Ausland, dann sind genaue Angaben über Garantieansprüche oft ungeklärt. Im Zweifel hat man gar keine, das Board gibt irgendwann den Geist auf und man bleibt darauf sitzen.

Falls das Board tatsächlich irgendwann zum Garantiefall wird, wird man sich wohl zunächst mit dem Service des Shops in Verbindung setzen. Wir haben bisher nur positive Erfahrungen mit Miweba gemacht. Das bezieht sich sowohl auf die Antwortzeit als auch auf die Qualität der Antworten.

Liest man sich dagegen mal die Kundenbewertungen von Lesara bei Trustpilot durch, dann kann einen das schon ganz schön abschrecken, gerade was Reklamationen bzw. Rücksendungen von Produkten angeht. Was diesen Aspekt angeht, würden wir daher klar dazu raten, dein Board bei Miweba zu kaufen.

Das Hoverboard Robway W1 in Zahlen

Für all die, die nicht viel Lust auf großes Bla bla haben und die lieber ein paar aussagekräftige Zahlen sehen wollen und natürliche der Vollständigkeit halber, gibt es an dieser Stelle nochmal die wichtigsten Kennzahlen zum Robway W1 im Überblick:

ModellRobway W1
Maximal-Geschwindigkeit15 km/h
Reichweite15-20 km
Ladezeit2-3 h
Gewicht11 kg
Maximales Fahrergewicht120 kg
ReifentypVollgummi
Rad-Durchmesser6,5 Zoll
AkkuSamsung-Akku, Zertifikate: TÜV Rheinland, CE, UL2272
Leistung2 x 350W
Besonderheiten
  • Bluetooth-Kopplung des Smartphones zum Musikhören (integrierte Lautsprecher)
  • Tragetasche im Lieferumfang
  • LED-Beleuchtung mit Farbwechsel über den Reifen
  • Robway-App
  • Fernbedienung

Allerdings unterscheiden diese Zahlen sich nicht zu denen der meisten anderen 6,5-Zoll-Hoverboards, da diese ja wie gesagt alle den gleichen Ursprung haben. Die Boards unterscheiden sich vielmehr in kleinen Details wie Akku, Zertifizierungen, Lieferumfang und Features. Daher haben wir die technischen Kenndaten in diesem Test auch eher nachrangig behandelt und uns auf die Details konzentriert.

Die Robway-App

An dieser Stelle möchten wir nochmal einen genaueren Blick auf die Robway App werfen. Es gibt sie für iOS und Android und kann in den entsprechenden App-Stores heruntergeladen werden.

Der schnellste Weg, die App zu installieren ist, die QR-Codes zu scannen, die auf dem Karton und in der Anleitung des W1 abgedruckt sind. Dazu benötigt man einen QR-Code-Scanner auf seinem Smartphone. Wenn man die Codes gescanned hat, kommt man direkt in den jeweiligen App-Store zu einer App namens „TaoTao“. Diese App lädt man sich runter und wartet bis sie installiert ist.

Anschließend muss man das Board zunächst per Bluetooth koppeln. Wir haben das ganze mit einem iPhone getestet. Für die Kopplung geht man in die Einstellungen, dann auf Bluetooth. Das Robway wurde dort als SL-520 gelistet. Da tappt man einmal drauf und wenn die Kopplung geklappt hat, wird das vom Board durch einen kurzen Signalton bestätigt.

Nachdem man das Board gekoppelt hat, öffnet man die App. Sie startet mit einer kleinen Einührung, wie man das Board koppeln soll. Allerdings ist diese etwas „holprig“ ins Deutsche übersetzt und wir kamen nicht drum rum, selbst ein bisschen auszuprobieren, bis wir die App am Laufen hatten. Die einzelnen Schritte der Anleitung kann man also getrost nach links wegstreichen, bis man im Hauptbildschirm der eigentlichen App landet.

Robway App Hauptbildschirm
App Hauptbildschirm
Robway App Koppel-Bildschirm
App Koppel-Bildschirm
Robway App Einstellungen
App Einstellungen

Damit die Daten des Robway angezeigt werden, muss man das Board in der App nochmal koppeln. Das geht über das Symbol mit den zwei Pfeilen rechts oben. Unser Robway wurde uns hier als „TaoTao Motor“ angezeigt. Einmal drauf getapped, Passwort eingegeben und der W1 war verbunden. Zurück im Hauptbildschirm wurden nun die unterschiedlichen Daten wie Geschwindigkeit oder Akku-Ladung angezeigt.

Die Einführung in der App hatte übrigens doch etwas Gutes. Sie nennt das richtige Standard-Passwort, das man zum Koppeln benötigt. Es ist „000000“ und nicht wie in der Gebrauchsanleitung des W1 steht „0000“.

Das für uns interessanteste Feature findet man in der App oben links. Über das Zahnrad kommt man auf einen Screen, auf dem man verschiedene Einstellungen am Board vornehmen kann. Um genau zu sein, kann man die Höchstgeschwindigkeit, die Antriebskraft und die Lenkempfindlichkeit einstellen. Auf dieses Feature haben wir uns sehr gefreut, da man so das Fahrverhalten des Boards auf die persönlichen Bedürfnisse anpassen kann.

Update 04.04.17: Die Hoverboard-Einstellungen des W1 funktionieren!

An dieser Stelle hatten wir ursprünglich geschrieben, dass die Hoverboard-Einstellungen nicht funktionieren und sich von selbst immer wieder auf den Ausgangswert zurücksetzen würden. Netterweise wies Miweba uns darauf hin, dass das Ändern der Einstellungen nur funktioniert, wenn man dabei nicht auf dem Board steht und dieses auch nicht bewegt wird. Das haben wir dann auch gleich mal ausprobiert und siehe da: Das Verstellen funktioniert!

Höchstgeschwindigkeit (km/h)

Das Verändern der Höchstgeschwindigkeit legt fest, bei welcher Geschwindigkeit das W1 anfängt, zu piepen und zu bremsen. Stellt man es auf das Minimum von 6 km/h dann ist dieser Punkt gefühlt direkt nach dem Losfahren erreicht. Diese Einstellung würden wir Anfängern empfehlen. Sie können so zunächst bei langsamer Fahrt üben und sich allmählich steigern.

Richtige Profis stellen den Regler auf Maximum und beschleunigen so auf bis zu 15 km/h ohne dass das Board einen Mucks von sich gibt. Beim Fahren mit Höchstgeschwindigkeit, sollte man allerdings darauf achten, die Lenkempfindlichkeit wie im nächsten Abschnitt beschrieben einzustellen.

Lenkempfindlichkeit einstellen

Wie wir bereits im Abschnitt Fahrverhalten beschrieben haben, gibt es einen Punkt, an dem das W1 auf exaktes Geradeausfahren umschaltet, selbst wenn die beiden Plattformen noch leicht unterschiedlich geneigt sind. Das ist besonders bei höheren Geschwindigkeiten von großem Vorteil:

So kann man ruhig mal ein Plattform ein bisschen mehr neigen als die andere, das Board fährt trotzdem stabil geradeaus. Wenn dem nicht so wäre, dann würde das Board direkt eine Kurve fahren. Bei hohen Geschwindigkeiten kann man dadurch schnell ins Schlingern geraten und im schlimmsten Fall vom Board fallen.

Mit dem Verändern der Lenkempfindlichkeit kann man genau einstellen, an welchem Punkt das W1 auf exaktes geradeaus Fahren umschaltet. Setzt man den Regler für die Lenkempfindlichkeit ganz nach links, dann muss man mit den Füßen die beiden Plattformen schon sehr stark gegeneinander verdrehen, um das W1 in eine Kurve zu zwingen.

Stellt man den Regler dagegen ganz nach rechts, dann reagiert das W1 super direkt. Diese Einstellung ist perfekt um Pirouetten zu drehen. Für das Fahren mit Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h empfehlen wir allerdings, die Lenkung nicht zu empfindlich einzustellen.

Antriebskraft einstellen

Mit dieser Einstellung legt man fest, wie stark die Räder durch das Neigen der Plattformen angetrieben werden.

Zieht man diesen Regler ganz nach links auf das Minimum, dann spürt man beim Nach-vorn-Lehnen nur eine ganz leichte Reaktion des Boards. Wenn man so wie wir die Standard-Einstellung gewohnt ist, dann sollte man mit dieser Einstellung etwas vorsichtig sein, denn das Board beschleunigt nicht annähernd so stark, wie man es erwartet.

Das Board wirkt wackelig und träge, ein bisschen so, als wär ihm die Puste ausgegangen. Die Redensart „wie auf Eiern gehen“ kommt dem Fahrgefühl wohl am nächsten. Die Steuerung wirkt etwas ungenau und das Board ist dadurch schwieriger zu kontrollieren.

Stellt man den Regler wiederum ganz nach rechts, dann reagiert das Board sehr kraftvoll und äußerst direkt. Es spricht unmittelbar auf jede Bewegung an, wirkt sehr straff im Fahrverhalten und lässt sich gut und exakt steuern. Hier würden wir auf jeden Fall eine Einstellung oberhalb der Mitte empfehlen.

Alles in allem ist die App äußerst hilfreich und eine tolle Ergänzung zum Board. Insbesondere durch die Einstellungen ist es möglich, das Board den persönlichen Bedürfnissen anzupassen. Die detaillierte Akku-Anzeige ist besonders praktisch, da sie einen wesentliche genaueren Wert liefert als das Display am Board. So kann man besser abschätzen wie lange man noch fahren kann und wann man wieder nach Hause zur Steckdose muss.

Auch war es uns mit der App überhaupt erst möglich, feststellen, dass die Akku-Anzeige am Board bei 4% Akku-Ladung anfängt zu blinken und bei 1% rot wird und anfängt zu piepen. Hierzu gibt die Gebrauchsanleitung nämlich keinen Aufschluss. Diese spricht bzgl. der Akku-Anzeige von Punkten und auch Balken, die über die Akku-Ladung informieren. An unserem W1 waren allerdings keine Punkte oder Balken sondern nur besagtes Akku-Symbol.

Die Fernbedienung

Wir versprochen geht’s hier jetzt nochmal ausführlicher um die Fernbedienung. Sie kommt mit ganzen vier Tasten. Zunächst dachten wir „Wow, was kann man denn damit alles machen?“ Aber nach viel Rumdrücken und Ausprobieren stellten wir fest dass nur zwei von den vier Tasten eine Funktion haben, was dann durch nochmaliges Lesen der Gebrauchsanleitung bestätigt wurde.

Robway W1 Fernbedienung

Mit den beiden Tasten Schloss auf/zu kann man lediglich einen Sperrmodus am Board aktivieren. Mit Sperrmodus soll wohl so etwas wie eine Wegfahrsperre gemeint sein. Diese würde Sinn machen, wenn man nicht möchte, dass jemand fremdes mit dem Board fährt. Das blöde ist nur, dass man die Sperre direkt am Board mit dem Ein/Aus-Schalter wieder aufheben kann. Diesen drückt man einmal, dann ertönt das Signal für das Ausschalten. Dann drückt man nochmal und das Board wird komplett neu gestartet und man kann wieder los düsen.

Entgegen dessen, was in der Anleitung steht war es uns auch nicht möglich, das Board mit der Fernbedienung auszuschalten. Wie gesagt, es kann nur in den Sperrmodus versetzt werden. Und im Sperrmodus ist es nicht richtig aus. Selbst die Betriebsanleitung rät dazu, das Board dann noch einmal richtig auszuschalten, da es im Sperrmodus Akku-Ladung verbraucht.

Fazit

Das Robway kommt in einem schicken Karton und mit einem großzügigen Lieferumfang. Es kann außerdem durch ein Maximum an Features auftrumpfen. Insbesondere sind hier die mitgelieferte Tasche und die LEDs über den Radkästen hervorzuheben. Das Fahrverhalten ist so, wie wir es von einem guten Hoverboard erwarten, intuitiv und direkt.

Das W1 kommt mit unzähligen verschiedenen Farben und Designs daher, so das für jeden etwas dabei sein sollte. Durch das Robway-Logo auf Felgen und Trittbrettern wirkt das W1 absolut hochwertig. In Sachen Sicherheit lässt Miweba nichts anbrennen. Mit Samsung-Akku, TüV- und CE-Zertifizierung gehört das Robway mit zu den sichersten Boards, die man aktuell in Deutschland kaufen kann.

Der Kauf bei Miweba bringt weitere Vorteile: Eine echte zweijährige Gewährleistung, einen zuverlässigen Kundenservice und eine zeitnahe Lieferung durch den Versand aus Deutschland.

Die einzigen Abstriche, die man mit dem W1 hat, liegen bei der unnützen Fernbedienung und der Anleitung, die in wenigen Teilen nicht up-to-date ist. Diese Nachteile sind aber marginal und sind auch eher Nachteile beim Zubehör, die mit dem eigentlichen Board nichts zu tun haben.

Das Board an sich ist ein echtes Qualitätsprodukt, dass gerade im Hinblick auf die Akku-Problematik, alle Sicherheitsrichtlinien erfüllt, die ein Board erfüllen kann. Mit einem Preis von aktuell 269,00€ hat das Board ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis. Wir geben für das Robway W1 definitiv eine Kaufempfehlung.

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